Askos Weihnachten!

Schnee, Schnee, Schnee, überall wo man hinsah.

Asko saß gemütlich warm auf seiner kuscheligen Decke auf der Fensterbank und träumte vom Frühling. Dicke Flocken tanzten durch die kalte Winterluft. So viel Schnee wie in diesem Jahr hatte es in Askos jungem Leben noch nicht gegeben .Morgen ist Weihnachten hatte sein Frauchen beim Frühstück gesagt.

Ach ja Weihnachten, im letzten Jahr waren seine Menschen mit ihm in den nahen Wald gegangen um einen Tannenbaum zu holen. Wie war es herrlich gewesen durch den Wald zu tollen, überall roch es nach Hasen und Mäusen. Nicht das er je einer Maus etwas anhaben könnte, aber es machte ihm riesigen Spaß sie aufzustöbern und ein bisschen zu jagen. Laut quiekend suchten sie dann das Weite. Asko liebte es seine Nase in das weiche, weise Pulver zu stecken und den Flocken nachzujagen. Ganz außer Puste kam er dann abends mit Frauchen und Herrchen und einem riesigem Weihnachtsbaum nach Hause. Da wurde ihm erst mal das Fell trocken gerubbelt und dann gab es eine dicke Scheibe Wurst. Selig war er dann in seinem Körbchen eingeschlafen und hatte von Weihnachten geträumt.

Doch in diesem Jahr war alles anders.

Der Schnee war so hoch das Asko sofort bis über beide Ohren darin verschwand. Puh was das kalt und dunkel. Man konnte auch keine anderen Tiere riechen, nicht mal die Spur von dem Metzger von gegenüber der immer so herrlich nach Fleisch roch konnte er aufnehmen.

Nein das war kein Wetter für Asko.

Wenigstens im Wohnzimmer roch es etwas nach Wald.

Da stand der Tannenbaum den sein Herrchen heute Morgen vom Markt mitgebracht hatte.

Er war schon ein paar Mal um ihn herum geschlichen, natürlich nur um zu schnuppern.

Er war schließlich ein anständiger Hund und wusste was sich gehörte. Schon zwei Mal war er heute nach draußen getragen worden, um sein Geschäft zu erledigen. Er hatte dabei immer gehofft dass ihn keiner sieht Er war schließlich ein Jack Rassel und wusste was er seinem Ruf schuldig war. Das hätte gerade noch gefehlt dass ihn der eingebildete Boxer von gegenüber  dabei sieht. Wie ein Lauffeuer würde es sich in der ganzen Straße herumsprechen.

Bis jetzt hatte er Glück, kein anderer Hund weit und breit in Sicht.

  Inzwischen war es Abend geworden und Asko lag friedlich in seinem Körbchen.

Draußen schneite es noch immer in dicken Flocken, wenn es so weiter ging, würde er auch Morgen im Haus bleiben müssen.

Ach seufzte er, gäbe es doch auch einen Hunde Weihnachtsmann, dann würde er sich wünschen…?

Asko vielen vor lauer Müdigkeit die Augen zu und er fing an zu träumen, von grünen Wiesen, dichten Wäldern und einem See in dem er schwimmen und Stöckchen holen konnte.

Manchmal seufzte er im Schlaf und sein Frauchen dachte, wovon mag er nur träumen, mein Kleiner.

Mitten in der Nacht wurde Asko wach, da war doch jemand in seinem Garten. Er wollte eben anfangen zu bellen, Alarm, Alarm.

Asko glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Da war ein Mann mit einem Langen roten Mantel. So sah doch der Weihnachtsmann aus. Asko rieb sich die Augen, da schaute sich der Weihnachtsmann um und legte seinen Finger auf den Mund.

Das hieß leise, Frauchen machte das auch immer wenn er zu laut bellte.

Und dann war er wohl wieder eingeschlafen. Am anderen Morgen, wurde Asko von seinen Menschen mit einem fröhlichen, frohe Weihnachten Asko geweckt.

Frauchen hielt Ihm eine dicke Wurst unter die Nase, dabei sah sie so geheimnisvoll aus.

Komm mal mit sagte sie, wir gehen erst mal nach draußen, Du musst sicher schon.

 

Wie war das peinlich, wieder getragen werden und das sollten frohe Weihnachten sein?

 

Draußen traute Asko seinen Augen nicht, der ganze Garten war frei von Schnee. Überall sonst lag  er noch nur in seinem Garten war kein Schnee zu sehen.

Dafür stand ein Schild da, auf ihm war zu lesen.

 

Ja Asko, auch Tiere haben einen Weihnachtsmann, ich wünsche Dir und deiner Familie ein FROHES FEST.

 

 

 

Der Weihnachtsesel!

Es war einmal ein kleiner Esel, der träumte seit

vielen Jahren davon, einmal zu Weihnachten

im Stall ganz nah an der Krippe

bei dem Jesus-Kind zu stehen.

Immer wieder hatte er von seinen Großeltern die

Geschichte seines UR-, UR-, UR- Großvaters

gehört, der bei der Geburt des kleinen

Jesuskindchens dabei sein konnte.

Seit seiner frühsten Jugend war es nun sein

größter Wunsch, auch einmal, nur einmal an

Weihnachten ganz nah bei der Krippe zu sein.

Aber die Jahre gingen vorbei und aus dem

kleiner junger Esel wurde ein kleiner alter Esel.

 Bald bin ich zu alt um den ganzen Tag bei dem

Jesus-Kind an der Krippe zu stehen‘,

dachte der kleine Esel. Bald ist es zu spät!

Nie werde ich dann wissen wie es ist,

bei dem Weihnachtswunder dabei zu sein.

Traurig stand der kleine Esel in seinem Stall.

Bald war wieder Weihnachten und nichts deutete

darauf hin, dass es in diesem Jahr anders

sein würde als in all den vergangenen Jahren.

Sein Herr würde am heiligen Abend zu ihnen in

den Stall kommen und die Weihnachtsgeschichte vorlesen.

 Dann würde jedes Tier eine extra Portion Heu

oder Grünfutter bekommen und der Abend würde so,

wie viele davor, zu Ende gehen.

Oh, wie erschrak der kleine Esel, als plötzlich,

zu ganz ungewohnter Stunde, die Stalltür aufging.

Fröhlich kam sein Herr mit einem fremden Mann

in den Stall. „Das ist er“, sagte er,

„ein feiner Bursche.“ Beide Männer kamen auf

seinen Verschlag zu. Neugierig schaute der kleine

Esel seinen Herren an. War er gemeint?

Da klopfte sein Besitzer ihm auch schon

 freundschaftlich den Rücken: „ Ja das ist er.“

Der Fremde schaute ihn aufmerksam an:

„Ja das könnte gehen, er sieht sehr lieb aus.“

„Das ist er auch“, sagte sein Herr, „das ist er auch.“

Was war denn los, was wollte der Mann von ihm?

Der kleine Esel wurde ganz unruhig, sollte er etwa

verkauft werden? Oder noch schlimmer -

nein daran wollte er gar nicht denken.

Endlich sagte sein Herr:

„Dann ist es abgemacht, dann kommt er am

Samstag zur Krippe.“

Wie, was, hatte er richtig gehört, zur Krippe,

Er, wirklich er sollte zur Krippe kommen.

Der kleine Esel trat sich erst mal kräftig auf

seinen Fuß, kneifen konnte er sich ja nicht.

Träumte er?

Nein, das hatte ordentlich wehgetan.

„IAH, IAH“, rief er laut.

„Sehen sie nur, wie er sich freut“, sagte sein Besitzer,

„er ist bestimmt der Richtige.“

Ja und so wurde der Traum des

kleinen Esels Wirklichkeit.

Voller Freude stand er am hl. Abend,

ganz, ganz nah bei der Krippe.

Jeder der daran vorbei kam, sagte:

 „Das ist aber mal ein schöner Esel

und wie er strahlt.“

Ja, so war das.

Manchmal gehen Träume in Erfüllung,

wenn man schon gar nicht mehr daran glaubt.

 

Text : Ingrid Heuwers

 

 

Frohe Ostern
Eine etwas andere Ostergeschichte!

Mama, wann ist Ostern? Warum fragst Du?
Weil der Jürgen mit seinen Eltern zum Osterfeuer geht, können wir auch,
ja bitte, ich war noch nie da.
Während Dennis sprach, hüpfte er von einem Bein auf das andere.
Steh doch mal still, Du machst mich noch ganz rappelig, stöhnte seine Mutter
und frag nicht so viel. Wievielt darf ich denn fragen.
Du sagst doch immer, frag wenn Du etwas nicht weißt
und ich weiß doch nicht, bitte Mama.
Dennis verschluckte sich fast vor Aufregung.
Du raubst mir noch den letzten Nerv, sagte seine Mutter.
So viele letzte Nerven gibt es doch gar nicht, meinte Dennis und hüpfte schon wieder von einem Bein auf das andere.
Er erinnerte manchmal an einen kleinen Gummiball.
Eben kam sein Vater zur Tür herein, gleich hing Dennis an seinem Arm und
dann sprudelte auch schon alles aus ihm heraus.
Langsam, kleiner Mann, lachte sein Vater.
Vater war immer gut gelaunt und hatte viel Geduld mit seinem Sohn.
Ist ja auch keine Kunst meinte seine Frau einmal, Du bist ja auch den ganzen Tag fort und musst nicht die ganzen Fragen beantworten.
Dennis war ein aufgeweckter kleiner Kerl, nur sehr, sehr lebhaft.
Seine Lehrerin, meinte letztens, bei der Elternbesprechung, er sei hyperaktiv,
dabei hatte sie seine Mutter so merkwürdig angeschaut.
Dennis wusste nicht so recht was sie meinte und dachte er wäre vielleicht krank.
Dabei ging es ihm prima.
Er machte sich nicht wirklich Sorgen, aber so ganz konnte er das Gespräch nicht vergessen.
Es war immer so ein komisches Gefühl in ihm. War er nicht richtig, so wie er war?
Inzwischen hatte seine Mutter den Tisch gedeckt. Es war Zeit für das Abendessen.
Dennis schaffte es mit viel Mühe,einigermaßen ruhig am Tisch zu sitzen.
Er brauchte immer ein wenig Bewegung.
Endlich stand seine Mutter auf, gleich fing Dennis wieder an, seinen Vater, mit der für ihn so wichtigen Frage zu überfallen. Ja, Dennis, wir gehen zum Osterfeuer.
Du bist nun alt genug, um solange auf zu bleiben.
Jetzt aber ab ins Bett, morgen ist wieder Schule und da musst Du ausgeschlafen sein.
Dennis wollte schon widersprechen. Doch da sagte sein Vater,
ich komme gleich und erzähle dir noch eine Geschichte.
Schnell putze sich Dennis die Zähne und war Ruck-zuck im Bett.
Denn Vaters Geschichten waren fasst so schön, wie zum Osterfeuer gehen.


Der zappelige kleine Hase!

Paul war ein besonders lieber, aber auch ein sehr quirliger kleiner Hase.
In der Hasenschule konnte er keine zwei Minuten still sitzen.

Wie ich, rief Dennis dazwischen. Ja genau wie Du sagte sein Vater.
Die Lehrer von dem kleinen Paul waren schnell genervt,
wenn er mal wieder mit den Beinen wippte und sein Stuhl gefährlich ins wanken geriet.
Paul, hör auf zu wippen, Paul sitze endlich ruhig,
so ging es fast jeden Tag. Aber irgendwie ging das nicht,
in ihm war immer etwas in Bewegung.
Der wird es mal schwer haben, was aus dem wohl mal wird.
Paul hatte gehört, wie sich zwei Lehrer, über ihn unterhielten.
Das hatte ihm etwas Angst gemacht. War er denn anders wie die anderen Kinder.
Es ging nicht mehr aus seinem kleinen Kopf, mitten im Spiel fiel es ihm wieder ein.
Und keiner sprach mit ihm darüber, er hörte immer nur was er nicht sollte.
Paul wurde immer stiller und stiller.
Bald war Ostern, doch Paul konnte sich gar nicht richtig freuen
Sonst konnte er es nicht abwarten, bis er beim Eier verstecken helfen durfte.
Doch in diesem Jahr war ihm Ostern fast egal. Langsam verlor jede Freude.
Jetzt war er so wie die Erwachsenen ihn wollten.
Gestern hatte seine Lehrerin gesagt, siehst Du Paul, es geht doch.
Paul schlief an den Wochenenden manchmal bei seiner Oma.
Endlich war wieder Wochenende.
Seine Oma merkte gleich, dass etwas nicht stimmte.
Na, was hat mein kleiner Liebling denn, so still kenne ich dich ja gar nicht.
Da sprudelten alle aufgestauten Ängste aus ihm heraus.
Ich glaube ich bin krank und werde auch wohl nie etwas vernünftiges werden.
Wie kommst Du denn darauf, fragte seine Oma erschrocken.
Ich habs doch gehört, schluchzte Paul, die Lehrerin hats gesagt.
Paul, Paul, lächelte seine Oma und nahm ihn ganz fest in ihre Arme.
Das ist halt dein Lebensmotor,
bei einigen läuft er langsam und bei einigen schnell.
Ich verrate Dir jetzt einmal ein Geheimnis.
Mir haben sie im Kindergarten die Beine am Stuhl festgebunden weil ich immer damit gewippt habe.
Ja ,dass waren noch raue Methoden, aber krank, hat mich deswegen keiner genannt.
Ich war halt ein lebhaftes Kind. Die gab es schon immer und wird es auch immer geben.
Und, ist aus mir vielleicht nichts geworden?
Doch Oma, etwas ganz, ganz tolles.
Paul schlang fest seine Arme um Omas Hals.
Wenn Oma auch so war wie er, dann würde alles gut.
In dieser Nacht konnte Paul seit langem wieder gut schlafen.
Er träumte davon, der beste Osterhase der Welt zu werden.
Ja, das würde er.
Das war eine schöne Geschichte murmelte Dennis schon im Halbschlaf.
Wir gehen doch zum Osterfeuer Papa.
Ja mein Sohn, dass ist ein Versprechen und ganz leise fügte er hinzu,
von dem kleine Paul.
©Ingrid Heuwers